Was wollen die Kunden und Benutzer – Kundenwert schaffen durch Design Thinking

Wieder eine schöne Anekdote zu Design Thinking und warum genaues Hinschauen lohnt, findet sich im Heise-Artikel Vor 20 Jahren: Die Smartphone-Ära beginnt mit großem Communicator.

Nokia war immerhin so klug Prototypen testen zu lassen — in diesem Fall von Kindern. Interessanterweise machten diese damit Selfies. Doch anstatt aus dieser Beobachtung den möglichen Nutzen oder Anwendungszweck des neuen Produkts zu schließen, konterte das Nokia-Management mit einem Fehlverhalten, dass leider häufig zu finden ist. Man wollte die Beobachtung nicht wahrhaben und lieber wieder aus den Ich-Perspektive (Nokia Produkte  stehen über solchem „niedrigen“ Nutzungsverhalten; Selfies sind unter der Würde von Nokia).

Sicher, der Communicator wurde sehr bekannt und trug auch zum Image von Nokia bei. Aber ein wirtschaftlicher Erfolg war er mit 361.000 verkauften Exemplaren nicht.

Nicht selten stehen antizipierte Nutzung und tatsächliche Nutzung auf unterschiedlichen Blättern. Schauen, wir also erst mal genau hin, was der Kunde aktuell für Probleme hat und versuchen wir diese zu lösen. Oder wenn wir Bahnbrechendes erfinden, was Probleme lösen soll, die der Kunde noch gar nicht kennt, dann sollten wir erst recht genügend Prototypenphasen und -tests durchlaufen, bevor wir viel Geld und Ressourcen in die Hand nehmen. Sonst könnten der große Wurf ein Wurf aus dem Fenster sein. Ganz im Sinne des Minimal Viable Products der Lean Startup Bewegung.

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